Experience.


Buschpilotin im ewigen Eis.

Ein Interview mit der Mutter, Ehefrau und Buschpilotin Leighan Falley.

 

Eine Mutter und Ehefrau, die einen der gefährlichsten Jobs der Welt ausübt: Leighan Falley ist Buschpilotin in Alaska. Die wagemutige Fliegerin kämpft gegen Eis und Wind und befördert die Passagiere zu den entlegensten Gletschern des Denali-Nationalparks, die nur mit dem Flugzeug erreichbar sind.

„Eine Bruchlandung bedeutet hier den sicheren Tod."

Die Alaska Range ist ein Naturparadies, das für Menschen schnell zur Hölle werden kann. In dem unwirtlichen Gletschergebiet rund um den höchsten Gipfel Nordamerikas, den Denali (6190 m), arbeitete Leighan Falley zehn Jahre lang als Bergführerin. Dann traf sie eine ungewöhnliche Entscheidung: Nach der Geburt ihrer ersten Tochter wurde sie 2015 Pilotin bei Talkeetna Air Taxi – eine ebenso reizvolle wie risikoreiche Aufgabe.

Talkeetna liegt 115 Meilen nördlich von Anchorage am südlichen Rand des Denali-Nationalparks. Im Pub Fairview Inn prangt auf einer Tafel das Motto der Piloten von Alaska: „Fliege eine Stunde oder laufe eine Woche.“

„Es gibt zwei Alaskas“, erklärt Leighan Falley. „Eines ist über Straßen zugänglich, das andere nur mit dem Flugzeug.“ In Talkeetna endet die Straße – weiter geht es nur in einem der einmotorigen Flugzeuge der Air-Taxi-Flotte, die man von den Buschpiloten am Äquator kennt. Für die Landungen auf Eis und Schnee werden sie hier mit Kufen ausgestattet. Da die Piloten Alaskas in ebenso unzugänglichem Gelände fliegen wie ihre Kollegen im Dschungel, werden auch sie Buschpiloten genannt. 

„Fliege eine Stunde oder laufe eine Woche."

Leighan Falley, die mit einem Nationalpark-Ranger verheiratet ist, fliegt Bergsteiger und Skialpinisten zu den abgelegenen Gletschern am Fuße des Denali, wo diese ihre Expeditionen zum Gipfel starten. Eine Bruchlandung bedeutet hier den sicheren Tod. Auch die 38-Jährige geriet schon einmal in Not, als ihr Motor vereiste und ausfiel. Sie musste an einem Flussufer landen, wusste sich jedoch zu helfen. Sie stopfte ihre Jacke als Dämmung unter die Motorhaube und wartete, bis das Eis schmolz. Dann flog sie zurück.

Die größte Herausforderung in Alaska ist das unberechenbare Wetter. „Fliegen ist nie Routine“, erläutert Falley. Unvermittelt kann ein Sturm aufziehen und den gerade noch sonnenklaren Himmel in ein Inferno aus Wind und Schnee verwandeln. Leighan Falley hat das schon mit 20 Jahren bei ihrer ersten Besteigung des Denali erlebt. Die Tour kostete sie fast das Leben. Ein Sturm zerstörte drei der vier Zelte der Expedition. 16 Personen mussten sich für mehrere Nächte in ein Vier-Personen-Zelt quetschen.

Nicht nur wegen dieses Erlebnisses steht für sie Sicherheit an erster Stelle. „Ich trage große Verantwortung für meine Fluggäste. Um sie zu beruhigen, sage ich ihnen immer gleich, dass ich Mutter bin“, erklärt sie. Dabei hilft ihr, dass ihr das Fliegen in die Wiege gelegt wurde. Ihr Vater nahm sie schon als Kind zu Rundflügen mit. „Ich hatte nie Angst vor dem Fliegen“, sagt sie und stellt klar, wo für sie trotz aller Gefahren das Paradies zu finden ist. „Ich kann mir keinen schöneren Ort zum Fliegen vorstellen als die Alaska Range!“

Fotografie | Frédéric Lagrange

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