Personality


Robert Baker

Der perfekte Schwung.

Robert Baker ist einer der erfolgreichsten Golftrainer der Welt. Im Interview spricht der 57-Jährige über den Wandel im Golfsport und die emotionalsten Momente seiner Karriere.

Der Südafrikaner führte Topspieler wie Ernie Els an die Weltspitze und beriet die Golflegenden Steve Ballesteros, Greg Norman, Nick Price und Nick Faldo. Auch die Prominenz vertraut auf seine Tipps zum perfekten Schwung – von Barack Obama und Michael Bloomberg bis zu Sylvester Stallone, Wladimir Klitschko und Michael Jordan. Inzwischen führt Baker, der früher selbst als Spieler auf der South African Tour erfolgreich war, mit seiner Firma Logical Golf auch ambitionierte Amateure zu ihrem persönlichen Erfolg.

Wann haben Sie Ihre Leidenschaft für das Golfen entdeckt?

RB: Während meiner Kindheit in Südafrika habe ich viele Sportarten ausgeübt. Mit 13 Jahren versuchte ich es mit Golf. Wenn man einen Tennis- oder Cricketball schlägt, fliegt der Ball ganz gut. Aber wenn man einen Golfball trifft, fliegt er fünfmal weiter als alle anderen Bälle. In jungen Jahren war das ein totaler Schock für mich und von diesem Tag an war ich süchtig danach. 

Wie sieht heute ein typischer Tag in Ihrem Leben aus? 

RB: Ich sehe kaum fern. Lieber treibe ich Sport, sei es Yoga oder Schwimmen, gehe ins Fitnessstudio, nehme mir Zeit zum Essen und schlafe viel. Ich reise ständig durch die Welt und muss mich daher fit halten und benötige Zeit zum Ausruhen.

Unser Zeitalter ist geprägt von Transformation. Bemerken Sie den Wandel auch im Golfsport?

RB: Der Golfsport hat sich im Laufe der Jahre ziemlich verändert. Durch die Hochleistungsschläger und -bälle schlägt man weiter, die Geschwindigkeit ist höher. Die guten Spieler sind viel im Fitnessstudio und stemmen Gewichte. Es ist ein Kraftsport geworden. Man muss den Ball weit schlagen, um sich mit den Weltbesten messen zu können.

Was macht einen guten Golfer aus?

RB: Zunächst muss man eine gute Technik haben, um den Ball zum Fliegen zu bringen und zu kontrollieren. Aber man braucht auch Verstand und Selbstvertrauen. Es geht um einen winzigen Ball und einen winzigen Schlägerkopf, den man in einem großen Bogen schwingt. Deshalb muss man positiv denken und sich immer sagen, dass man es schaffen und den Ball gut treffen kann.

Gefällt Ihnen die Rolle des Profis oder des Trainers besser?

RB: Es ist ein großer Unterschied, ob man Golf spielt oder unterrichtet. Golfunterricht kann schwierig sein, weil die Kunden für ihr Geld auch Erfolge sehen wollen. Aber das ist nichts im Vergleich zu einem Profigolfer. Bei einer Ein-Mann-Show zählt jeder Fehler. Der Druck im Profigolf ist riesig. Ich bin viel lieber Lehrer!

Welche Personen waren in Ihrer Karriere besonders wichtig?

RB: Ich bin eher ein schüchterner und bescheidener Mensch. Das ist nicht so ideal, wenn man Golfunterricht gibt. Und in Amerika sind die meisten Menschen extrovertierter als in Europa. Sylvester Stallone hat mir sehr geholfen, mich besser darzustellen. Er war eine große Inspiration für mich und gab mir enorm viel Selbstvertrauen, meine Botschaft besser zu vermitteln.

"Der Golfsport hat sich im Laufe der Jahre ziemlich verändert. Durch die Hochleistungsschläger und -bälle schlägt man weiter, die Geschwindigkeit ist höher."

Warum vertrauen so viele Profis und VIPs Ihren Methoden?

RB: Golf ist sehr schwer zu lernen. Man muss viele Informationen bewältigen. Daher habe ich versucht, die Geometrie und Physik des Golfspiels auf einfache und systematische Art darzustellen. „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“, heißt es. Deshalb verfolgen alle meine Trainings- und Lehrmittel einen visuellen Ansatz. Das macht es den Menschen leichter, die Informationen zu verstehen und abzurufen, wenn sie einen Ball schlagen.

Sie arbeiten seit vielen Jahren mit Mercedes-AMG zusammen. Was bedeutet die Marke für Sie?

RB: Ein Mercedes-AMG hat alles, was ich mir von einem Auto wünsche: Eleganz, Komfort und Leistung. Man kann bequem reisen, und man kann die Power herauskitzeln, wenn man sie braucht. Und alle AMGs sehen wirklich toll aus. Wenn ich kein Markenbotschafter von AMG wäre, würde ich mir genau so ein Auto kaufen, ehrlich.

Sie sind seit Jahren Botschafter der Laureus Sport for Good Stiftung. Warum ist Ihnen dieses Engagement so wichtig?

RB: Botschafter von Laureus Sport for Good zu sein, ist etwas ganz Besonderes für mich. Wie alle anderen im Laureus Netzwerk – bestehend aus den größten Sportlern der Welt – glaube ich an die von Nelson Mandela im Jahr 2000 formulierte Vision: „Sport has the power to change the world.” In diesem Sinne vermittelt Laureus den Kindern die Werte Fairness, Rücksicht, Miteinander und Verantwortung über den Sport. Wie gut der Sport in diesem Zusammenhang funktioniert, sieht man vor allem dann, wenn man selbst draußen mit den Kindern trainiert und sie über die Sportprogramme motiviert. So werden wichtige Inhalte mit Spaß am Sport verbunden – ein Spaß, den alle Botschafter weltweit mit den Kindern teilen. Ich bin so stolz, seit 20 Jahren mit Laureus zu arbeiten, Teil dieser Familie zu sein und in meiner Rolle als Botschafter und Vorbild für die Kids die Welt ein kleines bisschen besser zu machen!

Change the Games for Kids

Seit der Stiftungsgründung im Jahr 2000 engagiert und fördert Mercedes-AMG die Ziele und Werte des weltweiten gemeinnützigen Programms von Laureus Sport for Good, das sozialen Herausforderungen weltweit die Stirn bietet. Die internationale Hilfsorganisation nutzt dabei die Kraft des Sports, um Gewalt, Diskriminierung und Rassismus zu bekämpfen. Weltweit unterstützt Laureus über 200 Programme in mehr als 40 Ländern, um das Leben von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu verbessern. Das Engagement von Mercedes-AMG ist ein grundlegender Bestandteil der Übernahme der unternehmenseigenen gesellschaftlichen Verantwortung.

Fotografie | Marc Schäfer

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