AMG Black Series


Die dunkle Spitze der AMG Performance

Kraft, Ausdauer und grenzenlose Performance -- das beschreibt die dunkle Königsklasse von Mercedes-AMG. Seit 2006 bekommen nur ausgewählte Modelle die begehrte Krone "Black Series" verliehen. Wir beleuchten die Geschichte der dunklen Königsklasse von AMG.

Bald ist es soweit: Das nächste Black Series Modell schließt sich seinen kraftvollen Vorgängern an und erweitert die dunkle Reihe auf sechs Mercedes-AMG Black Series Modelle. Jedes einzelne Modell stellt einen Meilenstein für Fahrzeugtechnik und Leistungsstärke dar. Anlässlich der Aufnahme des neuen Mitglieds in den Stab der AMG Vorzeigeboliden wollen wir einen Blick auf die Geschichte der AMG Black Series werfen. Dazu haben wir exklusiv bei den Personen nachgefragt, die am nächsten an den Modellen dran sind. Jörg Letzel, Produktmanager des neuen Black Series Modells, und Ralf Sporr, Mitarbeiter im historischen Fuhrpark AMG, gehen mit uns an die Anfänge der berüchtigten Serie und geben uns einen Einblick in die Besonderheiten und Raffinessen der einzelnen Modelle.

AMG Private Lounge: Was ist die Black Series überhaupt und wie ist die Idee entstanden?
Jörg Letzel (JL): 
Die Wurzeln von AMG liegen ja bekanntlich im Rennsport. 1967 war es die Vision der Gründer, Hans Werner Aufrecht und Erhard Melcher, auf der Basis von Mercedes Fahrzeugen, Fahrzeuge zu bauen, die so performant sind, dass man sie im Rennsport einsetzen kann. Im Mittelpunkt dieser Überlegung stand also der Transport der Rennsport-Gene, also unserer Wurzeln, in ein straßenzugelassenes Fahrzeug. So ist damals das Konzept „Black Series“ entstanden.

Welches Modell hat die Black Series ursprünglich inspiriert?
JL: 
AMG hat damals versucht, für eine Rennserie auf dem asiatischen Markt, Fahrzeuge zu kreieren. Das erste Modell dafür war ein Mercedes-Benz SLK 55 AMG. Die erste Generation hatte zu dieser Zeit noch ein Vario-Klappdach, wurde letztendlich jedoch als geschlossene Version umgesetzt. Aus diesem Fahrzeug-Konzept entstand anschließend der erste Black Series. 

Bald geht nun das sechste Modell an den Start. Wieso wird die Idee bis heute weitergeführt?
JL: 
Die Resonanz auf das Fahrzeug war positiv. Wir wollten anhand dieses Themas weiter am Markenprofil von AMG arbeiten, das heißt AMG als sportliche Performance Marke innerhalb des Daimler-Konzerns stärken und somit die Verbindungen zum Motorsport und zum Thema Rennsportkompetenz herstellen. Die Rennsport-Story wurde dann mit dem CLK 63, als Basis für den zweiten Black Series, weitererzählt und weiterentwickelt. Kurzum: Es war eine Chance, das Verständnis der Marke AMG als Performance Marke noch einmal konsequent zu schärfen.

"Die Black Series Modelle sind meiner Ansicht nach immer die Kirsche auf der Torte oder das besonders sportliche Modell einer AMG Baureihe."

Was ist so besonders an einem Black Series Modell und wie unterscheidet es sich von anderen Modellen?
Ralf Sporr (RS): 
Die Black Series Modelle sind meiner Ansicht nach immer die Kirsche auf der Torte oder das besonders sportliche Modell einer AMG Baureihe. Sie setzen den Performance-Endpunkt der Modellreihen, bei dem noch einmal alles aus den Modellen herausgeholt wird, was zulässig ist. Damit wird ein neuer Qualitätsstandard geschaffen. In ihnen ist alles vereint, was man zu einem bestimmten Zeitpunkt an Fahrtechnik leisten und auf die Straße bringen kann.

JL: Außerdem sind es in Anlehnung an den Motorsport immer Zweisitzer-Fahrzeuge gewesen. Wichtig ist die maximale Leistung, aber natürlich auch die maximale Umsetzung von technischen Features in Form von Fahrdynamik. Die Fahrzeuge werden mit entsprechenden Komponenten und Umfängen entwickelt und optimiert, damit sie auch im Rahmen von Track Days von unseren Kunden auf einer Rennstrecke eingesetzt werden können. Das Thema Rennstreckentauglichkeit ist ein wichtiger Punkt. Die Grundidee war, dass unsere Kunden beispielsweise auf der Nordschleife die Möglichkeiten ihres Fahrzeuges ausloten können.

Welche Rolle spielt das Performance Studio bei der Entwicklung der Modelle?
RS:
 Das Performance Studio ist eine Werkstatt bei uns in Affalterbach. Früher waren die Stückzahlen noch nicht so hoch und wie bei allen Anfängen wurde viel ‚Forschen im Dunkeln‘ betrieben. Mit steigenden Stückzahlen wurde die Produktion von der kleinen Manufaktur bei uns im Performance Studio zu den größeren Werkstätten vor Ort verlagert. Mittlerweile sind Black Series Modelle Derivate der jeweiligen Baureihe.

Wie unterscheiden sich die Black Series Modelle von ihren Originalmodellen? Werden unterschiedliche Materialien verwendet?
JL: 
Fangen wir mal mit dem Interieur an: In den Black Series Modellen wurden bisher beispielsweise Schalensitze eingebaut, die einen extremen Seitenhalt geben. Das, was neben der Leistung auf der Rennstrecke wichtig ist, ist natürlich die Bremsanlage. Diese wurde auf maximale Performance und Haltbarkeit ausgelegt. Das Fahrzeug soll auch bei einer Extrembelastung auf der Rennstrecke Performance und gleichzeitig Sicherheit bieten.

RS: Charakterisierend für die Serienmodelle sind besonders das hochwertige Material und die edle Verarbeitung. Bei den Black Series liegt ein zusätzlicher Schwerpunkt auf der extremen Sportlichkeit. Carbon ist das sportlichste Material und dazu noch leicht. Außerdem ist es stabil und birgt viele Vorteile für das Fahrerlebnis.
Hinzu kommt, dass es natürlich immer besondere Felgen gab. Im Räderbereich wurde extrem auf Leichtbau gesetzt, um Gewicht zu sparen. Beim SLK sehen wir beispielsweise die Schmiederäder. Das unterscheidet ihn von den Serienmodellen. Heute gibt es die Schmiederäder auch in Sonderausstattungen der Serien, doch bei den ersten Modellen waren diese nur den Black Series Modellen vorbehalten.

"Man lenkt und das Fahrzeug macht genau das, was der Fahrer verlangt. Und das in einer Perfektion, die man schwierig beschreiben kann. Man muss es einfach selber erlebt haben!"

Welche Rolle spielt der Motorsport bei den Black Series Modellen? Wie wurde der neuste Stand der Technologie mit aufgenommen?
RS:
 Motorsport spielt eine große Rolle. In den Modellen sind die DTM, der Kundensport und die Formel 1 immer irgendwie mit drin. Die Themen kann man nicht so richtig voneinander trennen. Beispielsweise hat man in Zusammenarbeit mit der HWA AG Black Series Modelle wie den SL entwickelt. Durch solche Schnittstellen fließt viel Motorsporttechnologie mit ein. Die Elektronik wurde weiterentwickelt, die Leistung erhöht – die Motorsporterfahrung und deren Technik werden voll ausgeschöpft.

Sind Sie schon einmal ein Black Series Modell gefahren? Wenn ja, wie würden Sie das Fahrgefühl beschreiben?
RS:
 Ich glaube, ich bin schon jedes Black Series Modell gefahren und jedes war auf seine Art eine sehr beeindruckende Erfahrung. Natürlich haben sich die Fahrzeuge über viele Jahre weiterentwickelt. Trotzdem bekommt man bei jedem Modell, in dem man sitzt, ein noch breiteres Grinsen im Gesicht und ist noch begeisterter von der ganzen Black Series Thematik, beziehungsweise von AMG. Jedes AMG Modell ist schon mal per se sehr sportlich und sehr schön zu fahren. Als Fahrer ist man nicht nur Passagier, sondern man hat das Gefühl der kompletten Kontrolle. Bei den Black Series Modellen ist dieses Gefühl einfach noch extremer. Man lenkt und das Fahrzeug macht genau das, was der Fahrer verlangt. Und das in einer Perfektion, die man schwierig beschreiben kann. Man muss es einfach selber erlebt haben!

Mercedes-AMG Black Series: Alle Modelle im Überblick

2006


Mercedes-Benz SLK 55 AMG Coupé Black Series

Den Anfang der Reihe machte einst das Safety Car der Jahre 2004 und 2005. Mit einem Rundum-Update bestehend aus einem modifizierten Fahrwerk, leistungsstärkeren Bremsen und allem voran dem festen Hardtop, wurde der SLK kurzerhand vom Roadster zum Coupé und setzte damit den Ton für seine Nachfolger. Der SLK 55 AMG Black Series verkörperte schon damals den AMG Markenclaim „Driving Performance“: Eine Kombination aus erlebbarer Fahrdynamik, souveräner Sportlichkeit, einzigartiger Technologie und niedrigen Verbrauchswerten.

2007


Mercedes-Benz CLK 63 AMG Coupé Black Series

Die Wahl für die zweite Generation der Black Series war etwas ganz Besonderes. Dieses Modell ging aus dem amtierenden Safety Car 2006/07 hervor. Da es zu dieser Zeit mit Rennsportpiloten wie Michael Schumacher mithalten musste, spricht dieser Fakt für sich. Sein fantastisches Handling auf der Rennstrecke und das besondere Aussehen machen den CLK 63 AMG Black Series zu einem der charismatischsten Fahrzeuge auf der Straße.

2008


Mercedes-Benz SL 65 AMG Coupé Black Series

Wie man auf dem Bild unschwer erkennen kann, ist es vor allem die Geschwindigkeit, die den SL 65 AMG Black Series ausmacht. Mit seinen 320 km/h fegte er die Konkurrenz sprichwörtlich vom Hocker und dreht dem ursprünglichen Modell den Rücken zu. Hinzu kommt die unvergleichliche Beschleunigung, die ihn bis heute zu einem der stärksten Straßenfahrzeuge macht, die Mercedes je gebaut hat. Damit eröffnete er allen Geschwindigkeits-Enthusiasten den Zugriff auf erstklassige Motorsport-Technologie.

2011


Mercedes-Benz C 63 AMG Coupé Black Series

Keine Frage -- mit der vierten Generation hat AMG einen unerwartet extrovertierten Kandidaten ins Rennen geschickt. Breit, tief, leistungsstark und aus dem Stand zum Sprung bereit. Mit seinem Aussehen erscheint er wie eine Hommage an den erfolgreichen Kundensport-Rennwagen SLS AMG GT3 und verkörpert damit perfekt die Vision der Black Series: der Transfer von echter Motorsport-Technologie in straßenzugelassene Fahrzeuge.

2012


Mercedes-Benz SLS AMG Coupé Black Series

Das Black Series Update setzte dem ohnehin als Sportwagen konzipierten SLS die dunkle Krone auf. Inspiriert von der Rennversion SLS AMG GT3 begeistert die Highend-Version des Flügeltürers entsprechend der der Strategie "AMG Lightweight Performance" Strategie durch atemberaubendes Design, grandiose Fahrdynamik und konsequenten Leichtbau. 

Geboren in Affalterbach.


Das neuste Mitglied der AMG Black Series Familie.

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