Culture.


Dangerous Roads.

Mit dem Mercedes-AMG G 63 über die abgelegensten Alpenpässe und Schotterstraßen des Piemonts und von Savoyen.

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 14,4 l/100 km | CO2-Emissionen kombiniert: 330 g/km | Emissionsangabe [1]

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 14,4 l/100 km | CO2-Emissionen kombiniert: 330 g/km | Emissionsangabe [1]

In den letzten Jahren habe ich begonnen, unangenehme Reisen an die unbequemen Orte der Welt zu machen. Meine Erkenntnis daraus: Bin ich freundlich, ist man freundlich zu mir.

Seneca sagt: „Nicht, weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“ In den letzten Jahren habe ich begonnen, unangenehme Reisen an die unbequemen Orte der Welt zu machen. Meine Erkenntnis daraus: Bin ich freundlich, ist man freundlich zu mir. Helfe ich in der Not, wird auch mir geholfen. Ein Perspektivenwechsel schadet nie. Miteinander sprechen löst jedes Problem.

Spannend finde ich Orte, die Geschichte atmen, am besten ganz nahe liegen und dabei in Vergessenheit geraten sind. Mit dem neuen Mercedes-AMG G 63 wollte ich eine Reise über die schroffen Pässe des Piemonts und Savoyens wagen. Die Berge hier sind unendlich hoch, gewaltig beeindruckend und Zeugnis vieler Veränderungen. Diese Kulturlandschaft ist seit Jahrtausenden besiedelt und war stets umkämpft. Burgen, Ruinen, alte Straßen und Festungsanlagen lesen sich wie ein offenes Buch. Grenzen wurden immer wieder verschoben. Mal waren die einen die Herren, mal die anderen. Die zentralen Übergänge über die Alpen wurden erobert, befestigt, zerstört — aber auch mit Jahrhundertbauwerken überwunden.

LAC DE ROTEREL UND COL DU MONT CENIS I 2081 m

Am Mont-Cenis-Tunnel beginnt unsere Reise. Aber statt des Tunnels nehmen wir ab Bar Cenisio einen Feldweg hinauf zum idyllischen Lac de Roterel. 312 kam Kaiser Konstantin I. hier vorbei, später Karl der Große, auch Heinrich IV. auf dem Weg nach Canossa. Napoleon baute die erste Straße. Die Überreste dieses Weges sind beschwerlich, aber beeindruckend schön. Der Ausblick ist fantastisch. Wir ernten Himbeeren, massenweise. Schlaraffenland für den Abenteurer! 

„Der Puls schlägt lauter, die Sinne sind scharfgeschaltet!"

Oben erreichen wir ein Hochplateau. Die Italiener errichteten hier 1877 die gewaltige Festung Varisello – eine übermenschliche Leistung. Doch bereits 1910 wurde sie wieder aufgegeben. Die Mauern hielten den moderneren Geschützen nicht mehr stand. Heute gehört die Festung zu Frankreich.  

Auf wilden Schotterpisten fahren wir weiter zum Lac du Mont Cenis. Den Stausee erbauten die Italiener in den 1920er-Jahren. Ich sitze auf der Staumauer und denke an die Generationen Männer, die sie hochgezogen haben. Heute fahren die Menschen unten im Tal durch den Tunnel, ohne Notiz von ihr zu nehmen.  Wir überqueren den Col du Mont Cenis und fahren hinunter nach Lanslebourg: ein netter Skiort, im Sommer ausgestorben. Die beste Zeit für eine Besichtigung also!

FORT DE LA TURRA I 2529 m

Am nächsten Morgen nehmen wir nach zwei starken Kaffees den Waldweg, der uns zum Fort de la Turra führen wird. Die Straße ist noch wilder als die vom Vortag. Der G 63 hat dennoch keine Probleme. Seine Perfektion und schiere Kraft begeistern uns.

Das Fort ist eine gewaltige Anlage, an der sich die Ironie des Schicksals gleich mehrfach zeigt. Die Franzosen erbauten es 1889 als Reaktion auf die italienischen Festungen. Im Zweiten Weltkrieg griffen dann die Italiener aus dem Piemont heraus an. Die Festung konnte den Angriff abwehren. Aber an anderer Stelle kamen die Italiener durch und besetzten die Region hinter der Festung. Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten sie das eroberte Land wieder an Frankreich zurückgeben.

Forte de la Turra
Forte de la Turra

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 14,4 l/100 km | CO2-Emissionen kombiniert: 330 g/km | Emissionsangabe [1]

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 14,4 l/100 km | CO2-Emissionen kombiniert: 330 g/km | Emissionsangabe [1]

„Serpentinen wie aus dem Bilderbuch."

Wir und die wenigen anderen Abenteurer, die wir antreffen, bilden eine Gemeinschaft. Man ist freundlich, hilft sich, weicht aus, grüßt höflich. Erstaunlich, wie die Menschen sich verändern, sobald sie sich hoch oben im Gebirge befinden.

Die Fahrt zurück in das Tal ist lang und staubig. Nach einem doppelten Espresso in einer Bar führt uns der Weg nach Sauze di Cesana. Das Dorf liegt unweit eines riesigen Skigebiets und dennoch am Ende der Welt. Ein wunderbar verschlafener Ort.

ASSIETTA-KAMMSTRASSE I 2550 m

Den Zaubertrank „Espresso doppio“ gibt es heute in Sestriere.
Hier reiht sich ein Betonblock an den anderen: Hotels und Ferienwohnungen für den Wintersport. Mitte September schläft die Skifabrik noch. Wir treffen kaum Menschen an. Im Winter kommen hier Hunderttausende durch. Aber warum sollte man auch im Spätsommer einen Skiort besuchen? — Weil man nur dann die Assietta-Kammstraße befahren kann! Die alte Militärstraße verläuft meist auf über 2000 Meter Seehöhe. Der Ausblick ist atemberaubend, die Fahrt anspruchsvoll, und wir passieren acht spektakuläre Gipfel.

Höhenangst sollte man allerdings nicht haben. Auf die Schotterpiste passt nur ein Auto. Das macht die Sache spannend, wenn wir auf Gegenverkehr treffen. Aber der G 63 ist schwindelfrei und führt uns beim Ausweichen mit Hilfe seiner 360°-Kamera stets sicher am entgegenkommenden Fahrzeug vorbei. 

Col De Sommeiller
Col De Sommeiller

COLLE DELLE FINESTRE I 2178 m

Einen letzten Pass gilt es zu bezwingen. Die Piste über den Finestre wurde um 1700 erbaut und diente der Versorgung diverser Festungen, darunter die Forte di Fenestrelle. Sie ist die gewaltigste Festungsanlage Europas und das größte Mauerwerk nach der Chinesischen Mauer. Hier bietet sich ein herrlicher Ausblick auf das Susatal und die Schotterpiste, die uns hinunterführen wird.

Im Tal schlägt das Wetter um. Es beginnt zu regnen. Auf der Autobahn mutiert der G 63 zum perfekten Begleiter für die Fernstraße. Eben noch trug er uns im Kriechgang mit drei Differenzialsperren auf die höchsten Gipfel der Alpen. Nun gleiten wir Richtung Norden. Nach ein paar Stunden erreichen wir entspannt unser Atelier in München.

Die Menschen sind zu wirklich Großem fähig. Unter großen Anstrengungen und mit enormer Mühe können sie Festungen auf die höchsten Gipfel oder Straßen in die unwirtlichsten Gegenden bauen. Nur macht das nicht immer Sinn. Oder etwa doch? Das werden wir an einem anderen Tag herausfinden. Bis dahin reisen wir weiter, immer weiter. Nur der Himmel ist das Limit. 

Text & Fotografie | Michael von Hassel

Colle dell Assietta
Colle dell Assietta

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 14,4 l/100 km | CO2-Emissionen kombiniert: 330 g/km | Emissionsangabe [1]

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 14,4 l/100 km | CO2-Emissionen kombiniert: 330 g/km | Emissionsangabe [1]

Personality

Michael von Hassel

Fotokünstler

Michael von Hassel, 1978 in München geboren, ist ein deutscher Fotograf und Künstler. Von Hassel hat eine individuelle Bildsprache entwickelt, die er „hyperrealistisch“ nennt und die dem Betrachter die Welt auf eine besonders intensive Art und Weise zeigt. Mercedes-AMG arbeitet im Bereich der Fotokunst eng mit dem Künstler zusammen. Wir waren gespannt: Was kommt heraus, wenn man Michael von Hassel die Schlüssel zu einem brandneuen Mercedes-AMG G 63 in die Hand drückt und ihn damit über die unwirtlichen Schotterpisten der Westalpen schickt?

Lac De Roterel
Lac De Roterel

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 14,4 l/100 km | CO2-Emissionen kombiniert: 330 g/km | Emissionsangabe [1]

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 14,4 l/100 km | CO2-Emissionen kombiniert: 330 g/km | Emissionsangabe [1]

Die Kunst des Barbecues.

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Durch die Linse von Paul Nicklen

Fotografie und die Kraft der Veränderung

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