Taste


Daniela Soto-Innes

Female chef rocks.

63Magazine porträtiert einen längst etablierten Rising Star. Mit nur 28 Jahren wurde Daniela Soto-Innes zur „Best Female Chef 2019“ gekürt – als jüngste Spitzenköchin aller Zeiten. Heute überrascht die gebürtige Mexikanerin mit der Küche ihrer Vorfahren im charismatisch-zeitgemäßen Gewand.

Daniela Soto-Innes rockt die mexikanische Gastro-Szene in New York. Dabei kocht die Spitzenköchin nicht einfach irgendeine moderne US-Variation der mexikanischen Spezialitäten. Sie wagt eine innovative Interpretation der Küche ihrer mexikanischen Vorfahren mit ihren einzigartigen Gewürzen und Traditionen – sowie mit lokalen und saisonalen Produkten aus dem Hudson Valley und Umgebung. „Another state of Mexico“ nennt sie das. Wahrscheinlich wäre diese Art des Kochens gar nicht möglich ohne Grenzüberschreitungen und ohne das Verschmelzen der Weltkulturen in der Stadt, die niemals schläft. Im Team des Cosme im Flatiron District jedenfalls zaubern unter Soto-Innes’ Leitung hauptsächlich Einwanderer aus Lateinamerika und aller Herren Länder mexikanisch inspirierte Gerichte, die rund um den Globus ihresgleichen suchen. „Es ist diese Mischung aus Menschen, Ideen und Rezepten, die den Erfolg des Restaurants ausmacht“, so die Spitzenköchin. Naheliegend, dass diese Adresse auch im Michelin Guide NYC 2020 gelistet wurde.

Bild: Die New Yorkerin wurde zum „Best Female Chef 2019“ gekürt und verändert mit ihrer innovativen und frischen Art die mexikanische Küche.

„Meine größte Leidenschaft ist nicht das Kochen allein, sondern vielmehr die Arbeit im Team und die Chance, allen die Möglichkeit zu bieten, ihren eigenen Weg zu finden, um sich auszudrücken.“

Daniela Soto-Innes selbst war zwölf Jahre alt, als sie mit ihren Eltern von Mexiko-Stadt nach Texas zog. Und auch wenn sie ihre Power und Zielstrebigkeit bis zum zwanzigsten Lebensjahr eher als Wettkampfschwimmerin unter Beweis stellte – das Thema Kochkunst und Gaumenfreunden war zu Hause omnipräsent: „Ich bin mit einer Reihe starker Frauen aufgewachsen, die es lieben zu kochen“, erzählt Soto-Innes. „Als ich geboren wurde, waren meine Mutter und mein Vater beide Anwälte. Aber eigentlich wäre meine Mutter gerne Köchin geworden, denn meine Oma hatte eine Bäckerei und meine Uroma hat eine Kochschule besucht. Bei uns hat sich alles darum gedreht, wer den besten Kuchen bäckt, die beste Ceviche oder den besten Mole zubereitet. Ich wusste einfach: Das ist es, was mich am glücklichsten macht.“

Emotion, Gewürze und die unbändige Freude am Leben gehen in der mexikanischen Küchenkultur Hand in Hand. Davon ist Daniela Soto-Innes überzeugt. Ihr Spezialtipp: „Wer Mole oder Tamales zubereiten will, muss glücklich sein – sonst wird es niemals gelingen.“

Sich auf ihren Auszeichnungen – neben „Best Female Chef“ u. a. auch der renommierte Rising Star Award der James Beard Foundation – auszuruhen, kommt für die quirlige Lady somit überhaupt nicht infrage. Neben dem Cosme hat sie bereits 2017 zusammen mit Enrique Olveras auch das Atla in New York eröffnet. 

Im nächsten Schritt wollen beide ihre Kochkunst mit dem Damian auch nach Los Angeles bringen. Hier soll mexikanische Tradition auf japanische Inspiration treffen. Und auch während des Lockdowns hat Soto-Innes keinesfalls die Hände in den Schoß gelegt: Klar, dass ihre legendäre Mole im Spendenprojekt der 50 weltbesten Köche nicht fehlen darf, das alltags- und quarantänetaugliche Spitzenrezepte im E-Cookbook „Home Comforts“ zusammenbringt.

Bild: Ein absolutes Dessert-Highlight – Das Baiser aus Maisschalen ist die Spezialität ihres New Yorker Restaurants Cosme.

Mehr zum Cosme unter: 

Fotografie | Maureen M. Evans | Raul Tovar | Fiamma Piacentini

Verwandte Themen

Crazy about cars

Mensch und Auto – das ist offenbar eine besondere Beziehung. 63Magazine geht im Gespräch mit Prof. Dr. Joachim Scheiner der Frage „Cars, Cars, Cars – is it only a boys thing?” auf den Grund und räumt bestehende Vorurteile aus.

Alkoholfreie Spirits – One for the road

Alkoholfreie Spirituosen liegen voll im Trend. Bei Geschmack und Qualität können sie mit ihren alkoholhaltigen Kollegen absolut mithalten.

Robert Baker – Der perfekte Schwung

Robert Baker ist einer der erfolgreichsten Golftrainer der Welt. Im Interview spricht der 57 Jährige über den Wandel im Golfsport und die emotionalsten Momente seiner Karriere.